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#2 - Juni 2020

  
Logo-Header AMERICA Newsletter

  

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Fernweh ist ein starkes Gefühl, schön und zugleich ein wenig schmerzlich. Das beste Mittel dagegen: losfahren. Und wenn das nicht möglich ist, so wie im Moment, das zweitbeste Mittel: Reisepläne schmieden!
  
Wir hoffen, Ihnen ein paar inspirierende Momente mit der neuen Ausgabe unseres Newsletters machen zu können. Es gibt sie durchaus, die guten Nachrichten aus den USA – und wir haben hier einige für Sie zusammengetragen.
  
Wir halten es mit den Zeilen unseres Korrespondenten Ronald Gerste. Er freut sich auf das Feuerwerk zum 4th of July im Jahr 2021: das wird dann besonders großartig.
  
Immer daran denken: Die Durststrecke wird jeden Tag ein bisschen kürzer.

  
Herzlich, Ihre Julia Latka

  
   
Das Lincoln Memorial in D.C.
  •  Das Lincoln Memorial in D.C.

Brief aus Washington

Von Ronald D. Gerste

    

Es dürfte ein Nationalfeiertag werden wie kein anderer zuvor. Zum Fourth of July in der Hauptstadt gehört das Ausbreiten von Decken und Klappstühlen auf dem traditionell ramponierten Rasen der Mall, vom Capitol bis etwa zum Washington Monument, dahinter gab es meist Absperrungen für den Teil, auf dem Konzert und Showprogramm stattfinden, und der dahinter liegenden Feuerwerkszone. Die Menschen sitzen oder liegen so dicht, dass vom Grün ebenjenes Rasens (das meist später im Juli aufgrund der Hitze in ein solides Braun überzugehen pflegt) kaum etwas zu sehen ist. Und natürlich wird mit so vielen amerikanischen Fahnen und Fähnchen gewedelt, dass man zwangsläufig und in patriotischer Beglückung in Körperkontakt miteinander kommt.
Dies ist alles nichts im Vergleich zur Abreise, nach Feuerwerk und America the Beautiful-Chören. Die Züge der Metro sind in den Nachtstunden eines 4. Juli traditionell überfüllt; hat während der Feierlichkeiten das nicht ganz seltene Gewitter stattgefunden, stehen sich triefendnasse Menschen auf den Füssen, die Scheiben der Wagen sind beschlagen von feuchter Atemluft.
  
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www.americajournal.de
  
Dr. Ronald D. Gerste ist Arzt und Historiker, seit vielen Jahren lebt er in der Nähe von Washington D.C. und schreibt Bücher sowie für verschieden Tageszeitungen und das AMERICA Journal. Vor kurzem ist ein neues Buch von ihm bei Klett-Cotta erschienen: „Trinker, Cowboys, Sonderlinge. Die 12 seltsamsten Präsidenten der USA“.




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Wildblumen im Painted Hills National Monument
 Die Painted Hills in Oregon im Abendlicht.

Fototipp vom Profi

 
Fotograf: Christian Heeb
Motiv: Wildblumen im Painted Hills National Monument, Oregon
Zeitpunkt: im Juni
Kamera: Nikon D850, 15 mm, f. 14, ISO 200

In einem einsamen Tal mitten in Oregon liegen die sanften Badlands des Painted Hills National Monuments. Im Frühsommer ist dieses Kleinod besonders fotogen, wenn wilde Blumen die Hochwüste verzaubern. Von einem Weg auf einer Bergkuppe kann man in die Naturlandschaft blicken. Die Hügel an sich sind nicht zugänglich, zum Schutz der fragilen lehmigen Schichten, die nur spärlicher bewachsen sind.
  
Fotografisch bieten sich hier Bilder mit Teleobjektiv an, denn dann lässt sich die Landschaft komprimieren. Es entstehen grafische Bilder. Oder eben der Weitwinkel - wie in unserem Bild. Voraussetzung ist, dass man einen geeigneten Vordergrund für die Bildkomposition findet.
Der Tag meiner Bild-Aufnahme war ideal, denn die Niederschläge der vergangenen Wochen hatten die Wildblumen erblühen lassen.
  
Ich habe mein Stativ aufgestellt und den Weitwinkel genutzt, um möglichst viel Vordergrund mit im Bild einzubauen. Manchmal liegen nur einige Zentimeter zwischen einem guten und einem langweiligen Bild. Nachdem ich mit meiner Wahl des Bildausschnittes zufrieden war, habe ich einen Polarisationsfilter auf das Objektiv gesetzt. Durch Drehen des Ringes kann ich die Farbsättigung und den Kontrast optimieren.
  
Oft ist das Nachglühen des Himmels besser als das letzte Sonnenlicht. Auch hier entstand das Bild erst, nachdem die Sonne schon untergegangen war. Die sanften Wellen der Painted Hills glühten nach.
Die Kontraste waren nun ausgeglichen und die Blautöne der Blumen traten hervor, ein fantastischer Kontrast zu den rötlichen Hügeln und den gelben Blumen.
 
Ich habe meine Optik manuell auf Blende 14 eingestellt, um möglichst viel Tiefenschärfe zu kriegen und auch den Hintergrund scharf wiederzugeben. Puristen würden wahrscheinlich eine optimalere Blende von 8 bevorzugen, müssten dann aber mehrere Bilder machen und die Schärfen-Ebenen anpassen. Das lässt sich dann in Photoshop zusammenbauen, oder auch – je nach Kamera – gleich in der Kamera.
  
Ich habe mich aber für den altmodischen Weg entschieden: wie zu jener Zeit, in der Fotografen noch kein Photoshop kannten - und ihre Bilder mit einem Klick perfektionieren konnten.


  
 
Ein originaler Horseshoe-Sandwich aus Springlfield, Illinois.
 So soll's aussehen: ein originaler Horseshoe aus Springlfield, Illinois.

WHAT’S COOKING?

Rezept-Tipp: Das Geheimnis liegt in der Soße


 
Die kulinarische Spezialität von Springfield, der Hauptstadt von Illinois, ist ein Hufeisen. Genauer gesagt: ein Hufeisen-Sandwich. Der so genannte “Horseshoe“ geht auf eine Kreation in der Küche des Leland Hotels im Jahr 1928 zurück. Mittlerweile steht er auf fast jeder Speisekarte in den Lokalen der Stadt. Grundlage sind zwei Scheiben Toast, die großzügig mit geschnetzeltem, frisch gebratenem Fleisch sowie einer guten Portion Pommes frites bedeckt werden. Zusammengehalten wird das Ganze mit einer Käsesoße. Und die ist auch das Geheimnis eines guten Horseshoe! So gelingt die perfekte Horseshoe-Soße:

2 Eigelb mit einer halben Tasse Bier verrühren.
2 Esslöffel Butter zusammen mit 3 Tassen intensiv schmeckendem Cheddar-Käse über kochendem Wasser schmelzen und vorsichtig mit einem Holzlöffel verrühren.
Manche Rezepte schlagen außerdem vor, neben der Butter auch etwas Mehl und Milch zum Verrühren zu nehmen.
Mit 1 Teelöffel Worcestersoße, 1/4 Teelöffel gemahlenem Senf, Salz und Cayennepfeffer würzen.
Nach und nach das Gemisch aus Eigelb und Bier hinzugeben.
Weiter erhitzen und rühren, die Soße darf aber nicht kochen.
Sobald die Soße cremig wird, ist sie servierfertig.
Weitere Informationen zum Original-Horseshoe und über Illinois unter enjoyillinois.de.


  
  

Bits & Pieces


 
  • Walt Disney World in Florida öffnet ab Mitte Juli fürs Publikum. Zunächst wird täglich nur eine begrenzte Anzahl Besucher zugelassen. Mundschutz ist dabei Pflicht für alle – auch die Mitarbeiter. Normalerweise zählt Disney World etwa 93 Millionen Besucher jährlich.
     
  • Die New York Times empfiehlt, in jene Naturparks zu fahren, die weniger populär und frequentiert sind, als die großen Nationalpark-Adressen. Genannt werden zum Beispiel der Congaree National Park in South Carolina; oder der Voyageurs National Park in Minnesota; Big Bend in Texas, und Great Sand Dunes in Colorado. www.nytimes.com
     
  • SeaWorld, Busch Gardens und Discovery Cove haben bereits Mitte Juni mit der Wiedereröffnung begonnen. Tickets müssen vorab online reserviert werden. Es gelten Abstandsregeln (6 feet - entspricht knapp 2 Metern), Desinfektions- sowie Mundschutzpflicht.

  
Delfin-Kollege bei der Namenswahl
 Delfin-Kollege bei der Namenswahl

Ein Delfin namens Hemingway

Stark geschwächt fand man den Delfin voriges Jahr am Strand von Siesta Key in Florida. Die örtliche Fischerei-Behörde nahm ihn auf und behandelte ihn. Dabei stellte sich heraus, dass er wegen eines Hörschadens nicht mehr ausgewildert werden könne. Hören ist für Delfine immens wichtig – die Ohren funktionieren wie ein Echolot und ermöglichen die Orientierung. Also brachte man den Delfin ins Clearwater Marine Aquarium (CMA) in St. Pete/Clearwater, eine Einrichtung für verletzte Meerestiere. Nun brauchte man bloß noch einen Namen für den neuen Mitbewohner: ein Aufruf wurde gestartet, und bald trafen insgesamt 12 Tausend Namensvorschläge ein. Zwei Namen kamen in die Endauswahl, wurden auf Bälle geschrieben – und ein Delfin-Kollege hatte die Wahl. Er schwamm zum Ball mit der Aufschrift: Hemingway. Das CMA hat übrigens auch noch weitere bekannte Delfin-Bewohner, die man auch per Live-Cam beobachten kann, unter www.seewinter.com.
 


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Fotos: Chr. Heeb, Destination DC, IL Tourism, Clearwater Marine Aquarium

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